Kursfahrt Kunst vom 22. bis 27. Oktober 2000 nach Frankreich/Paris

Begonnen haben wir unsere Reise mit einigen Turbulenzen. Da gab es zunächst die verspätete Abfahrt vom zentralen Omnibusbahnhof. Der Bus war nur oberflächlich gereinigt worden und hatte einen Kupplungsschaden. Über einige Umwege und nach einem Buswechsel erreichten wir nach Mitternacht endlich die belgische Landesgrenze und kamen völlig erschöpft gegen 10 Uhr in der französischen Landeshauptstadt an. Sofort folgte eine Stadtrundfahrt durch Paris mit den typischen Fotopausen. In unserer etwas außerhalb gelegenen Unterkunft, in Asnieres, hatten wir dann Gelegenheit, uns ein wenig auszuruhen und uns hinzulegen. Am frühen Abend fuhren wir mit der Metro in das Stadtzentrum. Nach einem Stadtbummel wollten wir die Vorteile der Schnellbahn nutzten. Durch mangelnde Verkehrs- und Sprachkenntnisse erreichten wir unser Hotel aber erst in den frühen Morgenstunden. Am Dienstag Morgen kamen wir erstmals in den Genuss eines französischen Frühstücks. Unser anschließendes Ziel war das Rodin - Museum. Nach einiger frei verfügbaren Zeit trafen wir uns am Nachmittag am Musee d'Orsay. Im Anschluss an die Besichtigung empfingen uns vor dem Museum die fröhlichen Klänge von zwei Straßenmusikern. Wir schlenderten in Richtung Oper. Da ausgerechnet an diesem Tag gestreikt wurde, bestand keine Aussicht auf Eintrittskarten. Also liefen wir durch das nächtliche Paris, um zum Treffpunkt für eine "Lichterrundfahrt" zu gelangen. Von dort fuhren wir in einem überfüllten Bus wieder in unsere Unterkunft. Der Mittwoch war Museumstag. Wir besichtigten den "Centre Culturel G. Pompidou" und das "Musee du Louvre". Zwischenzeitlich hatten wir die Möglichkeit, uns individuell in der Stadt umzusehen. Bis auf drei Ausnahmen ließ die Gruppe den Abend in einem kleinen Straßen-Cafe ausklingen. Unsere Reisetaschen mussten am Donnerstag schon um 8.15 Uhr in den Bus geladen werden, was für uns bedeutete, eine Stunde früher aufzustehen. Wir frühstückten ohne Hektik und starteten gemütlich zum "Musee Picasso". Leider hatten wir versäumt uns als Gruppe anzumelden und so ließen uns die netten Franzosen einfach nicht rein. Zweien von uns glückte es dann doch noch. Die übrige Gruppe stattete dem Friedhof "Cimetiere du Pere Lachaise" einen Besuch ab. Nach intensivem Suchen fanden wir das Grab von Jim Morrison. Das Gesamtbild dieser Grabstätten erinnerte stark an eine Einfamilienhaussiedlung. Wir waren nicht traurig, nicht allzu lange dort verweilen zu müssen. Später stand es uns frei, auf eigene Faust etwas zu unternehmen. Doch der Hauptteil der Gruppe entschied sich gemeinsam Paris zu erkunden. Für uns alle hieß es dann pünktlich um 20.30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt für die Abfahrt bereit zu stehen. Diesmal lag auch der Fahrer gut in der Zeit, sodass wir planmäßig die Rückreise antreten konnten. Der Bus war bis auf den letzten Platz besetzt und es wurde wirklich eng. Wahrscheinlich vor lauter Erschöpfung durch die letzten Tage gelang es aber immerhin den Meisten, für einige Stündchen einen schlafähnlichen Zustand zu erreichen. Über die bekannte Strecke quer durch Deutschland, Aachen, Erfurt, Leipzig, fuhren wir in Richtung Berlin. Leider weigerte sich der Busfahrer, uns in Potsdam aussteigen zu lassen. Wir verließen deshalb den Bus in Bergholz - Rehbrücke und in aller Hektik löste sich die Gruppe auf. Einige wurden abgeholt und einige hatten Mühe, noch den Linienbus in Richtung Potsdam Stadt zu erreichen. Voller neuer Kunsteindrücke, mit vielen Skizzen und interessanten Fotoexperimenten, denken wir gern an Paris zurück.

Christine Wendscher

 
 
 
 
 
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