In vino bono mens sana est!

Was bewegt 19 Schüler und Schülerrinnen des Leistungskurses Biologie 12 nebst zwei begleitenden Lehren, sich sechs Nächte und fünf Tage in eine Jugendherberge des Rheingaus, die sich als nicht kopierbare Kombination aus einem gewissen Charme der 60iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts und dem bedingungslosen Eingehen auf noch so abgehobene Schülerwünsche präsentierte, einzuquartieren und dieses Wagnis relativ schadensfrei zu überstehen? War es die geheime Vorfreude auf den "gesunden Geist", der nach obigem Zitat "im guten Weine" schmoren soll? Diese so substanzielle Frage lässt sich bis heute nicht mit aller Klarheit beantworten. Rüdesheim ist mehr als eine Reise wert! Weinberge, Weinberge und nochmals Weinberge, die, so verschiedene Rebsorten angebaut werden, in zauberhaften, das eigene Postkarten-Image-Vorurteil bestätigenden Farbspielen dazu beitragen, dieses Stückchen Land einfach nur schön (geil, cool etc.) zu finden. Wenn dann auch noch Vater Rhein mit seinem ruhigem Lauf das herrlich anzuschauende Tal beglückt, läuft die Seele über. Als geschmacklich einigermaßen gut ausgestattete und gefestigte Mitteleuropäer mussten wir uns mehrfach die berühmte "Drosselgasse" antun. Wir haben es überlebt und gingen gestärkt aus dieser harten Prüfung hervor. Erstaunlich nur welch kindliche Freude dieses "Unikat deutscher Leidkultur" bei Völkerscharen des fernen Westens(US-Amerikaner), des fernen (Japaner) und des nahen (Sachsen) Ostens auslöste. Unsere kräftezehrende, sonstige, eigentliche Tätigkeit begann mit einem allmorgendlichen Fußmarsch zu nahegelegenen Forschungsanstalt Geisenheim (6 km), welche eine brandenburgische Vitalität offenbarte, die uns die Eingeborenen wohl bis heute nicht verziehen haben. Der Besuch der Fachgebiete "Biochemie", "Weinanalytik", "Botanik", "Rebenzüchtung u. -veredlung" sowie der "Kellerwirtschaft", das Kennenlernen von Zielen, Methoden und gentechnischen, ökologischen und ökonomischem Problemen des Weinbaus in Deutschland trug in erheblichem Maße und in der Mehrzahl der Fälle dazu bei, das Bildungsziel der Exkursionsfahrt zu erreichen. Sie stellte damit den Endpunkt der Beschäftigung mit gentechnischen Methoden im Unterricht, dem Selbst-Handanlegen im gentechnischen Labor des Forschungscampus Berlin-Buch dar und öffnete den Blick auf die praktische Anwendung der grünen Gentechnik. Zwei exzellente Weinproben in der Forschungsanstalt rundeten unseren Besuch sehr schülerorientiert ab. Die abschließende Schifffahrt rheinabwärts zur Lorelei mit herrlichem Talblick vom sagenumwobenen Felsen wird trotz regnerischen Wetters unvergesslich bleiben. Der Besuch der Asbach-Uralt-Brennerei trotz schönsten Wetters nicht!

Die Stiftung "Kursfahrt - Test" empfiehlt dieses Komplettpaket und vergibt die Abschlussnote 2!

 
 
 
 
 
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