Dank der mittlerweile alljährlichen Tradition hatten auch in diesem Jahr wieder einige Schüler der 10. Klassen die Möglichkeit, am Austausch nach South Dakota teilzunehmen. Da viele darin eine gute Möglichkeit sahen, ihr Englisch aufzubessern, meldeten sich insgesamt 24 Schüler für die Reise nach Sioux Falls, der Partnerstadt Potsdams. Der genaue Reisetermin war für den 28.03. - 11.04. vorgesehen. Bereits vor der Reise nahmen viele der Schüler Kontakt mit ihren Gastfamilien auf und bald waren beide Seiten sehr gespannt, einander näher kennen zu lernen. Am Mittwoch, den 28.03. war es dann endlich so weit. Die Gruppe, darunter die begleitenden Lehrerinnen Frau Czenkusch und Frau Reibis, traf sich sehr früh morgens am Flughafen Berlin-Tegel. Der Flug führte zunächst über Frankfurt, dann über Chicago und letztendlich, nach einer insgesamt etwa 14stündigen Reise, landete das Flugzeug gegen 14 Uhr Ortszeit in Sioux Falls. Erschöpft und müde vom langen Flug und aufgrund der Zeitumstellung von immerhin 7 Stunden wurden wir schließlich am dortigen Flughafen von unseren Gastfamilien herzlich in Empfang genommen. Am Donnerstag begleitete unsere Gruppe die amerikanischen Schüler erstmals zur Lincoln High School und inspizierte den Unterricht in der bislang noch ungewohnten Umgebung. Nachmittags besuchten wir eine Aufführung des Schultheaters, während am Freitagabend ein gemeinsames Abendessen in dem italienischen Café "Spezias" stattfand, wozu alle Gastfamilien und Austauschschüler eingeladen waren. Somit stand auch schon das erste Wochenende in Sioux Falls unmittelbar bevor, das die Schüler zusammen mit ihren Gastfamilien verbringen konnten, um sich besser kennen zu lernen. Am Montag fand schließlich die offizielle Begrüßung unserer Gruppe statt, bei der sich alle Beteiligten in der Bibliothek der Lincoln High School an einer großen Torte erfreuten. Am Dienstag, den 03.04. verbrachten wir unseren vorerst letzten Tag an der Schule, da von Mittwoch bis Freitag eine Bus-Tour unserer Gruppe quer durch den Bundesstaat South Dakota geplant war. So sahen wir am nächsten Tag eine einzigartige Landschaft und viele Sehenswürdigkeiten auf der Fahrt in die Black Hills. Außerdem überquerten wir den Missouri und fuhren an den Bad Lands vorbei. Am späten Mittwochnachmittag kam unsere Gruppe dann in dem, für zwei Nächte gebuchten Motel "Bavarian Inn" in Custer an. Am nächsten Tag besichtigten wir den Custer State Park, einen Nationalpark, in dem wir in der freien Natur Büffel und Esel bewundern konnten. Danach stand ein Besuch des weltberühmten Mount Rushmore und des Denkmals Crazy Horse auf dem Programm. Beides erwies sich als sehr eindrucksvoll. Am Freitag stand dann noch die 7stündige Rückfahrt nach Sioux Falls bevor. Nach dem gelungenen Ausflug kehrten die Schüler unserer Gruppe wieder zu ihren Gastfamilien zurück und verbrachten ein weiteres Wochenende mit ihnen. So rückte die Heimreise immer näher und es blieben uns nur noch 3 Schultage, an denen wir unsere neu gewonnenen Freunde begleiten konnten. Auch an diesen verbleibenden Tagen nahmen wir an den verschiedensten Unterrichtsstunden teil. Zusammen mit "unseren Amerikanern" verbrachten wir die übrige Freizeit u.a. mit Schlittschuhlaufen, Bowling, Kinobesuchen und Shopping. Unsere Abschiedsfeier am 10.4., zu der noch einmal alle Gastfamilien und Austauschschüler gekommen waren, fand im "Spezias" statt. Am Mittwoch, unserem Abreisetag, besuchten wir ein letztes Mal die Lincoln High School, bevor am Nachmittag dann die Koffer gepackt wurden. Die meisten Schüler unserer Gruppe wollten gar nicht zurück nach Deutschland, da sie in den zwei Wochen viele neue Freunde in Sioux Falls gefunden hatten. So flossen natürlich einige Tränen als der Abflug immer näher rückte. Jedoch hieß es erst gegen 23 Uhr Abschied nehmen, da unser Flug wegen eines Unwetters um 5 Stunden verschoben worden war. Nach einem Warnstreik der Lufthansa-Piloten bei der Hinreise, erlebten wir auch auf der Rückreise etwas Neues. Als wir im Flugzeug nach Chicago saßen, ahnten wir noch nicht, dass unser Anschlussflieger schon gestartet war und wir 13 Stunden auf dem Flughafen Chicago verbringen würden. So kamen wir schließlich erst am Freitag, den 13.4. mit 17stündiger Verspätung erschöpft in Berlin-Tegel an. Wieder zurück in der Heimat und in den Armen der Familie berichteten alle Mitgereisten ausführlich über die aufregende Reise nach Amerika, von der zumindest jeder, soviel ist sicher, etwas Erzählenswertes in Erinnerung behalten wird...
Katharina Schlegel