Bikepacking an die Ostsee – SK Abenteuer- und Erlebnispädagogik auf zwei Rädern
Im Rahmen des Seminarkurses Abenteuer- und Erlebnispädagogik begaben sich 17 Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Herrn Ptak und Herrn Müller auf eine Bikepacking-Tour zur Ostsee. Die Bilanz konnte sich sehen lassen: 5 Fahrtage, über 400 Kilometer, mehr als 20 Stunden reine Fahrzeit und mehr als 1500 Höhenmeter.
Tag 1
Aufgesattelt, festgeschnallt und gut geölt (zumindest die Kette) starteten wir am Montag zur ersten Etappe unserer Seminarkursfahrt nach Warnemünde. 95 Kilometer standen auf dem Plan – das Abenteuer Richtung Sommer, Sonne, Ostsee konnte beginnen.
Neue Bekanntschaften mit ehemaligen Tennisspielern, die uns kurzerhand als Wegweiser dienten, sowie die weite brandenburgische Flur prägten diesen ersten Tag.
Das Wetter war auf unserer Seite, und so konnten wir das Etappenziel kaum erwarten. In Oranienburg rundeten knusprige Pommes unsere Mittagspause ab.
Zelte aufgebaut, Schlafsäcke entrollt (genau wie unser Potenzial), ging es zum Einkauf – mit müden Muskeln, die noch nicht ganz auf Betriebstemperatur waren. Doch das sollte sich in den kommenden Tagen mit viel Wumms ändern.
Tag 2
Von Zehdenick aus führte uns die zweite Etappe über 75 Kilometer nach Wesenberg – eine Tour mit einigen Herausforderungen: Dauerregen, mehrere Reifenpannen und schlammige Wege.
Doch dank wetterfester Kleidung, guter Stimmung und der hilfsbereiten Fahrrad-Community ließen wir uns nicht unterkriegen.
Zur Belohnung gab es am Abend ein erfrischendes Bad im Großen Labussee – ein gelungener Abschluss eines anstrengenden, aber erfüllenden Tages.
Tag 3
Bergfest! Die kürzeste Etappe der Tour führte uns nach Waren an der Müritz.
Entlang zahlreicher Seen und Flüsse der Mecklenburgischen Seenplatte radelten wir bei bestem Wetter unserem Ziel entgegen und erreichten gegen 15 Uhr den idyllisch gelegenen Campingplatz.
Am Abend sorgten ein Strandfest und eine spontane Partie Beachvolleyball für beste Stimmung.
Tag 4
Am Donnerstag legten wir auf unserer Fahrradtour rund 75 Kilometer zurück und erreichten den Campingplatz am Garder See. Unterwegs hatten wir neben kleineren Schauern und einigen Anstiegen auch mit einem platten Reifen und einer kaputten Fahrradtasche zu kämpfen, konnten die Herausforderungen jedoch gemeinsam bewältigen. Alle Gruppen legten in Krakow beim Istanbul Grill & Imbiss eine Pause ein. Der Döner dort war sehr lecker und stärkere uns für den Rest der Fahrt. Nach der Ankunft am Campingplatz ließen wir den Tag entspannt mit Sauna und einer Abkühlung um See ausklingen, bevor wir uns auf die letzten 96 Kilometer am Freitag vorbereiteten.
Tag 5
Die Königsetappe stand bevor: Die längste Strecke – und das Ziel, die Ostsee, zum Greifen nah.
Früh morgens machten wir uns im Pulk auf den Weg und legten bis zur ersten Pause in Schwaan bereits 60 Kilometer zurück. Ein kleiner (zum Glück harmloser) Grabensturz von Niels sorgte kurz für Aufregung.
Weitere 20 Kilometer später rollten wir mit der St.-Pauli-Hymne in Rostock ein. Nach einem Gruppenfoto vor dem Kröpeliner Tor meisterten wir auch die letzten 15 Kilometer souverän.
Angekommen am Campingplatz in Warnemünde herrschte große Freude – trotz überfüllter Rezeption und zahlreicher Mücken, die aber spätestens beim gemeinsamen Grillabend am Strand schnell vergessen waren.
Tag 6
Nach fünf intensiven Tagen voller Bewegung, Gemeinschaft und kleinen Abenteuern hieß es nun: entspannen!
Ein verdienter Strandtag mit Beachvolleyball, Baden und Sonne sorgte für Erholung. Am letzten Abend wurde noch einmal gemeinsam gegrillt, der Sonnenuntergang genossen – ein perfekter Abschluss einer unvergesslichen Woche.
Am Sonntag traten wir schließlich mit dem Zug die Rückreise nach Potsdam an – erschöpft, aber glücklich.
SK A&E

