
Gedenkstättenfahrt des Jahrgangs 11 im März 2026
Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.“ Um dieser Aufforderung von George Santayana nachzukommen, besuchte der 11. Jahrgang unserer Schule auch dieses Jahr wieder im Rahmen der Gedenkstättenfahrt (2.3.–6.3.2026) die Stadt Kraków sowie das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.
Zu Beginn unserer Reise erkundeten die 122 Schüler und 8 Lehrer, aufgeteilt in zwei Gruppen, abwechselnd die Stadt Krakau und das dort befindliche jüdische Viertel. Die eine Hälfte von uns lief im Zuge einer aufregenden Stadtrallye durch die Krakauer Altstadt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit wie z. B. dem Schloss Wawel, dem großen Marktplatz und der Marienkirche und eignete sich die Stadtgeschichte mithilfe kreativer Aufgaben wie z. B. einer Fotoserie an. Währenddessen besuchten die anderen das jüdische Viertel und damit auch die Drehorte des Films Schindlers Liste, den wir zur Vorbereitung auf die Fahrt gemeinsam angeschaut hatten, und lernten dabei viel über das Leben der Juden im Krakauer Ghetto (Bild 1, 2).
Besonderen Wiedererkennungswert hatte hierbei der Innenhof (siehe Bild 2), den Steven Spielberg in seinem Film nutzte, um die Deportation der Juden und die Liquidierung des Ghettos darzustellen. Im zweiten Teil der Führung besuchten wir den Stadtteil Płaszów sowie das ehemalige Konzentrationslager und die Villa von Amon Göth, dem damaligen Kommandanten des Lagers.
Die Stimmung änderte sich, als wir vom bunten Treiben der Stadt Krakau nach Oświęcim fuhren. Den Ort des Geschehens zu besuchen stellte eine ganz andere Herausforderung dar als der Geschichtsunterricht. Die bewegenden Geschichten, die zurückgebliebenen Dinge der Opfer sowie das Besuchen der Baracken und des Ortes, an dem 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden, versetzten uns alle in einen Zustand der Sprachlosigkeit. Gedankenversunken kehrten wir an diesem Abend in die Jugendherberge zurück, wo wir uns noch einmal gemeinsam mit den Lehrern zusammensetzten, um über das Erlebte zu sprechen und zu reflektieren.
Den letzten Abschnitt unserer Reise stellte der Besuch einer Ausstellung des ehemaligen Häftlings Marian Kołodziej dar, der seine Erlebnisse in zahlreichen Kunstwerken festhielt. Das Zitat vom Anfang griff dieser Künstler in seiner Ausstellung auf, denn auch ihm war es wichtig, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Somit war der Besuch der Ausstellung ein passender Abschluss für unsere Gedenkstättenfahrt.
Henriette und Jan



