
Reisebericht: Schüleraustausch Potsdam- Lille 2026 „Europa beginnt mit uns / L’Europe commence avec nous“
Unsere Reise nach Frankreich war weit mehr als nur ein Schüleraustausch – sie war eine intensive, lebendige Erfahrung europäischer Gemeinschaft. Schon bei unserer Ankunft am Freitagabend wurden wir herzlich von den Gastfamilien empfangen. Diese erste Begegnung war geprägt von Neugier (zunächst auch etwas Sorge, wie es in der Gastfamilie sein würde) Offenheit und einem Gefühl, sofort willkommen zu sein.
Wir kannten ja unsere Austauschpartner schon vom Besuch der Liller in Potsdam im November/ Dezember 2025. Dort hatten wir schon 7 erlebnisreiche Tage miteinander verbraucht, haben Berlin und Potsdam erkundet, gemeinsam Freizeit verbracht und uns auch z.B. mit dem Besuch des Europäischen Hauses in Berlin mit unserem Projektthema beschäftigt. Nun waren wir also in Frankreich…
Das Wochenende verbrachten wir in den Familien, was uns die Möglichkeit gab, den französischen Alltag authentisch kennenzulernen. Ob beim gemeinsamen Essen oder bei kleinen Ausflügen – überall spürten wir große Gastfreundschaft und echte Herzlichkeit. Diese persönlichen Begegnungen und die Erfahrung, dass wir das Französische (neben Englisch und Deutsch J) ganz gut anwenden konnten, waren ein ganz besonderer Teil der Reise.
Am Montag begann unser offizielles Programm im Lycée Montebello in Lille. Die Schule beeindruckte uns sehr (ist riesig groß!), und beim ersten Workshop konnten wir uns darüber austauschen, was uns persönlich wichtig ist. Nach dem Mittagessen in der cantine (es gab Döner!) sorgte ein gemeinsamer Bowling-Nachmittag für viel Spaß und lockere Stimmung.
Am Dienstag ging es auf Erkundungsrallye durch Vieux Lille, der beeindruckenden Altstadt. Sie begeisterte uns mit ihrer wunderschönen Architektur und ihrem lebendigen Flair, den vielen kleinen Geschäften und Cafés. Mit kleinen Erkundungsaufträgen konnten wir die Stadt entdecken und schon einmal das eine oder andere Foto für unsere gruppeninterne Foto-Challenge schießen. Nach dem Aufstieg auf den Beffroi des Rathauses hatten wir sogar einen super schönen Ausblick auf die Stadt.
Ein Highlight folgte am Mittwoch mit unserem gemeinsamen Ausflug nach Brüssel. Die nur 30-minütige Zugfahrt mit dem TGV, dem französischen Schnellzug, verlief angenehm, und die Besichtigung des Europäischen Parlaments war spannend. Beim anschließenden Rundgang durch die Innenstadt per Actionbound App konnten wir die besondere Atmosphäre dieser europäischen Hauptstadt mit seiner Grand Place, dem berühmten Manneken Pis und den zahlreichen Schokoladengeschäften genießen. Auf dem Rückweg zum Bahnhof begegneten wir noch einigen berühmten Comic-Helden, die die Wände größerer Gebäude zierten, wie zum Beispiel Tim und Struppi (Tintin et Milou)oder den Schlümpfen (Les Schtroumpfs)
Am Donnerstag erkundeten wir Roubaix, einen Ort, der in der Metropolregion um Lille herum liegt und einigen durch das berühmte Radrennen Paris-Roubaix bekannt ist. Die Ausstellungen im ehemaligen Bad La Piscine zur Arbeits- und Sozialgeschichte sowie zur Mode waren nicht nur informativ, sondern auch interaktiv gestaltet. Dank eines sehr kommunikativen Guides, der selbst auch gern ein paar Worte auf Deutsch lernen wollte, war das ein sehr unterhaltsamer Museumsbesuch.
Der Freitag stand im Zeichen des Abschieds und des Neubeginns zugleich. Nach einem gemeinsamen Frühstück reflektierten wir die Woche – voller Dankbarkeit für all die Erfahrungen und Erlebnisse. Anschließend ging es weiter nach Paris.
Das Wochenende in Paris war ein krönender Abschluss unserer Reise. Die weltberühmten Sehenswürdigkeiten, die besondere Atmosphäre der Stadt sowie der glitzernde Eiffelturm am Abend und die gemeinsamen Erlebnisse machten diese Tage unvergesslich.
Auf der Rückreise mit der Bahn konnten wir sogar beweisen, wie selbständig und organisiert wir schon sind…aber diese Geschichte bleibt unter uns.
Fazit:
Diese Austauschreise hat uns nicht nur sprachlich und kulturell bereichert, sondern auch gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis in Europa sind. Wir haben neue Freundschaften geschlossen, unseren Horizont erweitert und viele unvergessliche Momente erlebt. Europa ist für uns ein Stück näher gerückt – und wir haben gespürt: Europa beginnt wirklich mit uns.
Wir möchten uns ganz besonders beim Förderverein unserer Schule für die finanzielle Unterstützung des Programms bedanken!
Die Teilnehmer des Schüleraustauschs Lille-Potsdam 2026 (Schülerinnen und Schüler der Klassen 10B und 9B) sowie Christine Gottfried und Beate Czech als Begleiterinnen



